Jetzt bin ich schon fast 4 Wochen hier und hab mich eigentlich schon relativ gut eingelebt. Die Arbeit in der Schule mit den Kindern macht mir eigentlich ziemlich viel Spaß, aber darüber möchte ich in einem anderen Beitrag erzählen.
Jetzt erzähle ich erstmal, was wir bis jetzt so alles gesehen und erlebt haben.
Bis jetzt war das Wetter ziemlich schön. Vor allem in der ersten Woche war es sehr warm, dann war es ab und zu auch mal etwas kälter und bewölkt aber insgesamt ist das Wetter echt gut, der Sommer fängt ja jetzt auch so langsam in Südafrika an.
Den ersten Strand den ich hier in Südafrika gesehen habe ist Camps Bay. Der Strand ist wirklich sehr schön, vor allem weil man eine gute Sicht auf die 12 Apostel und den Lion’s Head hat. Das einzige was etwas blöd ist, ist, dass das Wasser dort sehr kalt ist. Es tat zwar gut, sich abzukühlen nachdem man eine Weile in der Sonne gelegen ist, aber man kann nicht lange im Wasser bleiben, weil erstens die Wellen viel zu hoch sind, um richtig zu schwimmen und es zweitens nach einer Weile einfach viel zu kalt ist. Der Sonnenuntergang am Abend war dafür aber wunderschön.



Ein weiterer Strand an dem wir jetzt schon mehrmals waren ist Muizenberg. Im Vergleich zu Camps Bay ist das Wasser dort echt angenehm und außerdem sind die Wellen dort etwas niedriger, sodass man besser schwimmen kann.


Am Freitag haben wir einen kleinen Roadtrip gemacht und sind über den Chapman’s Peak Drive zum Strand in Noordhoek gefahren, welcher auch sehr schön ist.




Außerdem waren wir im Fußballstadion. Der Eintritt hat grade mal 60 Rand gekostet, das sind nicht mal 4 Euro!!!
Allgemein kann man sagen, dass Eintritte beispielsweise auch in Clubs oder Kinos, das Benzin und Essen gehen in Restaurants günstiger ist als in Deutschland, aber die Lebensmittel im Supermarkt sind eigentlich fast gleich teuer.
Am Anfang hatte ich nicht wirklich Lust ins Fußballstadion zu gehen, weil ich eigentlich kein großer Fußballfan bin, aber im Nachhinein bin ich froh, dass ich mitgegangen bin, weil die Stimmung einfach so krass war und wenn man schon in Südafrika ist, sollte man auch einmal im WM-Stadion gewesen sein.


Am Samstag ist Südafrika Rugby Weltmeister geworden und alle haben sich riesig gefreut. Überall auf den Straßen wurde gefeiert und gehupt.
Auf den Lions Head sind wir auch gewandert, was ziemlich anstrengend war. Der Weg hoch war echt steil und teilweise schwierig und es war kaum irgendwo abgesichert, sodass man am Ende froh war, heil angekommen zu sein. Aber die Anstrengung hat sich auf jeden Fall gelohnt, denn die Sicht war mega. Man hatte einen Überblick über die ganze Stadt und eine krasse Sicht auf den Tafelberg und den Signal Hill. Da habe ich erst gemerkt, wie groß die Stadt wirklich ist. Leider war es ein bisschen bewölkt, sonst wäre es bestimmt noch viel schöner gewesen. Als wir dann wieder runtergelaufen sind wurde es langsam dunkel und die Stadt im Dunkeln sah von oben sehr beeindruckend aus.



Letzte Woche waren wir bei „Indibano Ekasi“, ein Event, welches der Kunstlehrer der Zenzeleni School organisiert hat. Dort gab es südafrikanisches Essen, Künstler haben ihre Kunstwerke ausgestellt und Sänger ihre Musik vorgespielt. Es war ziemlich cool, weil man so auch ein bisschen mit der Kultur in Berührung gekommen ist. Das südafrikanische Essen finde ich sehr lecker. Das, was ich bis jetzt gegessen habe, war immer ziemlich gut gewürzt. Chakalaka zum Beispiel ist eine Art Sauce, die aus verschiedenem Gemüse, wie zum Beispiel Tomaten, Karotten und Bohnen besteht und mit Curry oder anderem Gemürz gewürzt ist.
Vetkoek ist auch sehr lecker. Das ist eine Art Brötchen bestehend aus Teig, der frittiert wird, vergleichbar mit Fasnetsküchle, wem das etwas sagt. Vetkoek schmeckt ohne Füllung auch gut, es gibt aber auch Vetkoek Burger mit Fleisch und Sauce.



Wir wohnen in Jamestown, das ist ein Vorort von Stellenbosch. Zum Zentrum nach Stellenbosch sind es nur ca 5 km und mit dem Auto sind wir daher sehr schnell dort. Stellenbosch ist eine echt schöne Stadt. Obwohl die Stadt eigentlich nicht viele Einwohner hat (ca 20000) gibt es dort alles, was man so braucht. Es gibt sehr viele Restaurants, wo man billig essen gehen kann, Cafés, eine Shopping Mall und allgemein sehr viele schöne Läden zum shoppen. Es gibt sogar eine Universität, weshalb die Mehrzahl der Einwohner Studenten sind. Viele Häuser sind im kapholländischen oder viktorianischen Stil. Wenn man durch Stellenbosch läuft, kommt es einem deshalb gar nicht so vor, als wäre man in Afrika.




Wir waren auch im botanischen Garten in Stellenbosch. Das ist auf jeden Fall lohnenswert, zumal der Eintritt nur 1€ kostet und es so viele schöne Pflanzen zu sehen gibt. Es gibt viele Bänke und schattige Plätze, eine Vielzahl an Pflanzen und sogar einen Café und ein Restaurant sowie einen Shop.





Außerdem haben sich die Leute aus unserer Wg alle im Fitnessstudio in Stellenbosch angemeldet. Das ist ca 10 Minuten von uns mit dem Auto entfernt und es tut ziemlich gut nach der Arbeit zusammen mit den anderen ein bisschen Sport zu machen.
Wie ihr seht, haben wir schon einiges erlebt und gesehen.
Das Einzige, was ein bisschen nervig ist, ist, dass die Strecke von unserem Haus zum Zentrum in Kapstadt fast 55 km beträgt und wir dann immer fast eine Stunde unterwegs sind. Zwar ist das Benzin nicht ganz so teuer, aber ich bin schon ein bisschen neidisch auf die anderen Freiwilligen von uns, die direkt in Kapstadt bzw. direkt am Meer wohnen.