Endlich war es so weit. Ich habe 9 Monate auf diesen Moment gewartet. Im Dezember habe ich mich für den Freiwilligendienst beworben und im Januar hatte ich meine Zusage. Eigentlich wäre ich schon im September geflogen, doch da mein Visum nicht rechtzeitig ankam, musste ich einen Monat später fliegen (Grüße gehen raus an die südafrikanische Botschaft in München).
Nachdem ich mich von allen verabschiedet habe, ging es für mich nach München. Dort traf ich die 2 Mitfreiwilligen mit denen ich geflogen bin. Ich war froh, nicht alleine fliegen zu müssen. Von München flogen wir dann ca 5 Stunden nach Doha und von dort nochmal ganze 10 Stunden nach Kapstadt. Obwohl wir die ganze Nacht geflogen sind und ich eigentlich sehr müde war, konnte ich nicht schlafen. Die Zeit konnte ich aber gut vertreiben, da es viele unterhaltsame Filme gab, die man sich während dem Flug anschauen konnte.
In Kapstadt angekommen trafen wir dann auf die restlichen Mitfreiwilligen. Da wir im August ein Vorbereitungsseminar hatten, kannte man schon alle und es war schön, die anderen wieder zu sehen. Anschließend wurden wir abgeholt und zum Centre gebracht, wo wir die restlichen Freiwilligen trafen, die schon seit September da sind. Dort wurden uns ein paar Sachen mitgeteilt zb wo und mit wem wir wohnen würden. Für mich und meine Mitbewohner war das nicht so spannend wie für die anderen, da wir schon seit ein paar Monaten wussten, dass wir zusammen in Stellenbosch wohnen würden und wir sogar schon Bilder von unserem Haus gesehen haben. Als alles geklärt war, fuhren wir vom Centre zu unserem Haus.
Die Umgebung um Stellenbosch ist wirklich wunderschön, weshalb ich es sehr genossen habe, vorne zu sitzen um alles zu sehen. Nach ca 45 Minuten Fahrt waren wir dann endlich da und ich bin sehr positiv überrascht von unserem Haus. Es ist wirklich sehr schön und modern, sogar noch viel schöner als es auf den Bildern aussah. Und die Lage ist echt top, unten könnt ihr ein paar Bilder sehen.
Obwohl ich jetzt noch nicht lange hier bin, merkt man doch deutlich die Unterschiede zu Deutschland beziehungsweise zu Europa. Am Flughafen zb ist uns aufgefallen, dass aus den Wasserhähnen immer nur ganz wenig Wasser rauskommt und man wirklich ewig drücken muss, bis man mal endlich die Hände gewaschen hat, wodurch die Stadt Wasser sparen kann, denn Kapstadt ist oftmals von Wassermangel betroffen. Außerdem ist der Linksverkehr sehr ungewöhnlich. Wenn man Beifahrer ist sitzt man plötzlich auf dem Sitz, wo in Deutschland eigentlich der Fahrer sitzen würde und es gibt kein Rechts vor Links. Der, der zuerst an der Kreuzung ist, darf fahren. Bevor ich selber fahre, schaue ich erstmal bei den anderen zu, damit ich mich besser daran gewöhne.
Was auch sehr ungewohnt ist, ist die Währung. 16 Rand sind ca 1€ und wenn man einen 20 Rand Schein in der Hand hat, denkt man sich zuerst, dass das ziemlich viel Geld ist, da in Deutschland 20 € ja nicht gerade wenig ist, aber dann bemerkt man, dass 20 Rand nur ein bisschen mehr als 1€ ist. Der höchste Schein ist 200 Rand was ich ziemlich lustig finde, denn 200 Rand sind gerade mal 12€.
Es ist auf jeden Fall sehr schön hier und ich freue mich auf alles, was kommen wird. Bald melde ich mich wieder mit Einträgen über die ersten Roadtrips und den ersten Ausflügen. Bis dann!








